Weihnachtsgeld für Pflegekräfte in Zeitarbeit

Weihnachtsgeld für Pflegekräfte in Zeitarbeit

Weihnachtsgeld für Pflegekräfte in Zeitarbeit

Zur Weihnachtszeit freut sich jeder Arbeitnehmer, der zu Weihnachten eine extra Zahlung bekommt. In der Regel kommt diese Sonderzahlung mit dem Novembergehalt. Doch leider ist das Weihnachtsgeld keine Selbstverständlichkeit. Nicht jeder Arbeitnehmer kann mit einem Weihnachtsgeld oder einer Weihnachtsprämie von seinem Arbeitgeber rechnen. In Deutschland erhält nur ungefähr jeder zweite Beschäftigte zu Weihnachten eine extra Zahlung. In Berlin bestätigt eine Umfrage vom Berliner Tagesspiegel, dass es sich im Pflegebereich nicht anders verhält. Nur rund die Hälfte der befragten Pflegekräfte hat angegeben, dass sie eine extra Zahlung zu Weihnachten bekommt.

Während in vielen Tarifverträgen der Anspruch auf eine jährliche Weihnachtssonderzahlung nicht geregelt ist, ist der Anspruch im Tarifvertrag vom IGZ klar definiert. Hier müssen Leiharbeiter nur zwei nachvollziehbare Voraussetzungen erfüllen:

  1. Zum Stichtag 30.11. muss das Arbeitsverhältnis mehr als sechs Monate bestanden haben
  2. Zum Auszahlungstag darf das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt sein und muss fortbestehen

Pflegekräfte die als Leiharbeiter unterwegs sind und deren Zeitarbeitsfirma den IGZ-Tarifvertrag anwendet, können sich in der Regel also über Weihnachtsgeld zum Jahresabschluss freuen! Mehr zum Weihnachtsgeldanspruch laut IGZ-Tarifvertrag findet ihr hier: www.ig-zeitarbeit.de

 

Wie ist die Regelung zum Weihnachtsgeld bei Ihnen? Nehmen Sie an unserer Micro-Umfrage teil.
» Jetzt teilnehmen

 

01.12.2019, Quellen: www.tagesspiegel.de | www.ig-zeitarbeit.de

 

Anzeige

Umfrage: Weihnachtsgeld für Pflegekräfte in Zeitarbeit

Sie sind Zeitarbeiter/in in der Pflege oder Mitarbeiter/Inhaber einer Zeitarbeitsfirma? Nehmen Sie jetzt an unserer Micro-Umfrage zum Weihnachtsgeld in der Pflege teil.

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Jetzt für unseren provenservice Newsletter anmelden!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Umfrage zur Einschätzung von der zukunftsfähigkeit der Zeitarbeit im Pflegebereich

Steht ein Verbot von Zeitarbeit in der Pflege bevor?

Steht ein Verbot von Zeitarbeit in der Pflege bevor?

Nach den jüngsten Ankündigungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass Zeitarbeit in der Pflege nicht die Regel sein soll, hat nun Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) für neue Aufruhe gesorgt. Der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet von Ankündigungen der Gesundheitssenatorin, eine Bundesratsinitiative für ein Verbot von Zeitarbeit im Pflegebereich zu starten. Weitere Details zu diesem Vorhaben sollen demnächst vorgestellt werden.

Dass die Zeitarbeit im Pflegebereich in der Politik immer wieder so stark thematisiert wird, ist außergewöhnlich. Dem Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister e. V. (BAP) Thomas Hetz zufolge, arbeiten gerade einmal 1,02 Prozent aller Pflegekräften als Zeitarbeiter. Ein generelles Verbot von Zeitarbeit in der Pflege könnte verheerende Auswirkungen für unser Gesundheitssystem bedeuten und den aktuellen Mangel an Pflegefachkräften weiter verschärfen. Schon jetzt suchen sich immer mehr Pflegefachkräfte eine Alternative zum Pflegeberuf. Durch das Arbeitsmodell der Zeitarbeit konnten zumindest schon viele Fachkräfte dem Pflegeberuf erhalten bleiben.

Für eines hat die Berliner Gesundheitssenatorin durch ihre Ankündigungen auf jeden Fall schon jetzt gesorgt: Unsicherheit. Sowohl bei den Zeitarbeitern, die mit vollem Engagement an der Patientenversorgung arbeiten, genau wie bei den Pflegefachkräften, die aktuell den Einstieg in die Zeitarbeit suchen. Auch die Personaldienstleister im Pflegebereich dürften durch solche politischen Äußerungen schon jetzt neue Herausforderung bei ihrer wichtigen Aufgabe haben, Einrichtungen bei ihrem Versorgungsauftrag zu unterstützen.

 

01.11.2019, Quellen: www.faz.net | www.verbaende.com

 

Anzeige

Umfrageergebnisse "Einschätzung der Zukunft von Zeitarbeit im Pflegebereich"

Aufgrund der aktuellen politischen Debatten um die Zeitarbeit im Pflegebereich, haben wir im November 2019 Pflegekräfte nach ihren Einschätzungen zur Zukunft von Zeitarbeit in der Pflege befragt.

 

Die Zeitarbeit in der Pflege ist im Wandel, das ist nicht in Frage zu stellen. Doch wie sehen die betroffenen Pflegekräfte die Zukunft von Zeitarbeit im pflegerischen Bereich? Fast Dreiviertel aller Befragten unserer Umfrage sind dabei sehr optimistisch und gehen davon aus, dass die Zeitarbeit in der Pflege auch in Zukunft erhalten bleiben wird!

 

 

Während die einen ein Verbot von Zeitarbeit in der Pflege nicht für abwägig sehen - vielleicht sogar begrüßen und unterstützen - sind es vor allem die Pflegekräfte die aktuell in Zeitarbeit beschäftigt sind, die bei einem möglichen "Leasing-Verbot" ihrem Beruf den Rücken kehren wollen. Die Rede ist dann oft vom sogenannten "Pflexit". Da dies bei dem derzeitigen Pflegenotstand die Lage in vielen Einrichtungen nur verschlimmern wird, ist kaum zu übersehen.
Die pessimistisch angehauchte Sichtweise der 14%, die ein Verbot von Zeitarbeit in der Pflege vorhersehen, kommt natürlich nicht von ungefähr. Denn erst vor einigen Monaten wurde zum Beispiel, durch einschlägige Urteile des Bundessozialgerichts, die Freiberuflichkeit in der Pflege enorm erschwert, bzw. "verboten".

 

 

Bei der Frage nach den Rahmenbedingungen sind die Zeitarbeiter zweigeteilt. Die Pflegekräfte, die schon länger in der Zeitarbeit beschäftigt sind, können aus eigener Erfahrung sprechen: In der Vergangenheit gab es bereits viele Änderungen und nicht alle waren positver Natur. Das attraktive Gehalt, die Dienstplanmitgestaltung und die flexible Arbeitszeiteinteilung sind jedoch für mehr als die Hälfte der Zeitarbeiter klare USPs der Zeitarbeit und von den Pflegekräften nicht abschaffbar. Denn Einrichtungen werden auch in Zukunft flexible Einsatzkräfte benötigen und einen gewissen Anreiz muss die Zeitarbeit gegenüber der Festanstellung auch in Zukunft haben - da sind sich zumindest die Hälfte der befragten Leasingkräfte sicher.

 

 

Die Pflegekräfte, die zur Zeit in einer Festanstellung arbeiten und davon ausgehen, dass es kein generelles Verbot von Zeitarbeit in der Pflege geben wird, sehen aber eine Veränderung der Rahmenbedinungen von Zeitarbeit bervorstehen. Für viele ist es ein nicht Tragbares Modell, dass sich Zeitarbeiter die Dienste "aussuchen" können, während die Festangestellten alle unbeliebten Dienste übernehmen und abfedern müssen. Einige sehen auch besonders die Attraktivität durch die Gehaltsanpassungen schwinden. Immer mehr Einrichtungen werden nach Meinung der Befragten auf andere Gehalts- und Prämienmodelle setzen, die entweder mit dem Stundensatz der Zeitarbeiter gleichziehen, wenn nicht sogar insgesamt übersteigen werden.

 

 

Sicher ist auf jeden Fall, dass durch die politischen Äußerungen Unsicherheit verbreitet wird. Und das vor allem bei denjenigen Pflegekräften, die ein Wechsel in die Zeitarbeit in Betracht gezogen haben. Diese sind jetzt auf der Suche nach einem Personaldienstleister, dem sie langfristig Vertrauen zusprechen können. Denn Eines wollen diese Fachkräfte besonders nicht: Bei einem Personaldienstleister eine Beschäftigung finden, der mit den Vorteilen von Zeitarbeit wirbt und in Zukunft nicht einhalten kann.

Auf provenservice finden Pflegekräfte Personaldienstleister und können diese anhand von Kriterien wie Benefits und Erfahrungen in Form von Bewertungen vergleichen, um den "richtigen Partner" für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu finden.
» Jetzt finden

 

Quelle: Offene Umfrage von provenservice | Zeitraum: 01.11.2109 bis 25.11.2019

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Jetzt für unseren provenservice Newsletter anmelden!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Interview mit Krankenschwester Suzie

Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege: Herausfordernd, sinnbringend, gute Entlohnung.

Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege: Herausfordernd, sinnbringend, gute Entlohnung.

Interview mit Susan, Krankenschwester in Arbeitnehmerüberlassung


„Ich wollte einen Beruf mit sehr intensivem menschlichen Kontakt“, verriet uns Susan, 60 Jahre alt, in unserem kurzen Interview. Susan ist von Haus aus Krankenschwester und arbeitet seit ca. einem Jahr in der Arbeitnehmerüberlassung. Bevor sie den Wechsel in die Arbeitnehmerüberlassung vollzogen hat, war Susan hauptsächlich in der ambulanten Pflege tätig - Auch in der 24h-Pflege und in der ambulanten Intensivpflege.

Susan, Sie haben lange Zeit in Festanstellung gearbeitet. Aus welchem Grund haben Sie in die Arbeitnehmerüberlassung gewechselt?

Nun ja, für mich erschienen die meisten Berufsfelder auf die Dauer nicht erträglich, deshalb wollte ich einen festen Arbeitgeber und wechselnde Einsätze.

Sie hatten Glück und haben gleich einen Personaldienstleister für Arbeitnehmerüberlassung im Gesundheitswesen gefunden, mit dem Sie zufrieden sind. Uns interessiert, was Sie überzeugt hat.

Mein Arbeitgeber ist mir von Anfang an sehr freundlich, aber sachlich und zuvorkommend begegnet. Ich wurde zu Beginn nach meinen Wünschen gefragt und diese wurden auch umgesetzt. Und das alles zu sehr fairen Bedingungen und bei guter Entlohnung.

Würden Sie sagen, dass Ihre Erwartungen von der Arbeitnehmerüberlassung erfüllt wurden?

Definitiv! Meine Erwartungen wurden sogar positiv übertroffen! Ich hätte nicht erwartet, dass die Bedingungen in der Arbeitnehmerüberlassung in pflegerischen Berufen derart gut sind und es sogar richtig spannende und angenehme Einsatzbereiche gibt. Außerdem: Du hast Menschen im Hintergrund – deine Vorgesetzten – die dir den Rücken stärken. Es ist mal jemand für DICH da. Ein sehr gutes und beruhigendes Gefühl.

Susan, Sie haben uns erzählt, dass Sie mittlerweile seit einem Jahr in der Arbeitnehmerüberlassung arbeiten und seitdem bei einem Personaldienstleister angestellt sind. Welche besonderen Erfahrungen haben Sie bisher in der Arbeitnehmerüberlassung gesammelt?

Genau, ich arbeite nun seit einem Jahr mit einer Firma zusammen. In dieser Zeit bin ich im dritten Einsatz tätig. Die Einsätze waren zwar teils schwierig, aber menschlich herausfordernd und für mich immer sinnbringend. Das ist mir bei meiner Arbeit wichtig. Schöne „Begleiterfahrungen“ sind aber auch die auswärtigen Unterbringungen, die ich bei meinen Außeneinsätzen genießen kann. Bei meinem jetzigen Einsatz ist die Arbeit tatsächlich mal äußerst - wie sagt man – „gechillt“. Das kommt in der Regel selten vor. Zudem werde ich auch hier außerordentlich freundlich und zuvorkommend behandelt.

Anzeige

In Ihren Antworten höre ich Zufriedenheit mit der Arbeitnehmerüberlassung heraus. Würden Sie denn auch für andere Pflegekräfte eine Empfehlung für die Arbeitnehmerüberlassung aussprechen?

Unbedingt! Die Arbeitsbedingungen, insbesondere auch die Schicht- und Freizeitregelung, gehen deutlich besser. Was mich vorher an meiner Festanstellung gestört hat, war unter anderem der soziale Druck des „Einspringen Müssens“. Der ist hier nicht vorhanden! Auf Wunsch kann ich Mehrarbeit erbringen, mit Extrazahlungen. Und ich erhalte mehr Lohn, als in einer Festanstellung. So kann ich mit einer halben Stelle meinen Lebensunterhalt sichern! Das bedeutet für mich: Freiheit!
Natürlich gibt es auch Arbeitseinsätze mit schlimmen Bedingungen. Dort besteht aber immer die Option auf sofortige Versetzung. Außerdem kann man vorsorgen – ich bestehe auf Begleitung durch eine Schichtleitung, wenn keine Einarbeitung stattfinden kann. Und ich erfrage vorher den Personalschlüssel. Wichtig ist immer im Auge zu behalten, was man wirklich verantworten kann, ohne dabei zu engstirnig zu werden.

Das freut uns sehr! Aus Neugier: Wie würden Sie denn den aktuellen Arbeitsmarkt und die Zukunft von Arbeitnehmerüberlassung in Pflegeberufen einschätzen?

Die Zustände sind häufig sehr, sehr schwierig in der Pflege. Es gibt viel zu wenig Mitarbeiter und meiner Meinung nach lassen einige von denen deutlich an Sachverstand und menschlicher Kompetenz vermissen. Teilweise sind die Zustände des Personalschlüssels unerträglich und nicht zu verantworten.
Ich denke, die Arbeitnehmerüberlassung wird deshalb noch an Umfang und Bedeutung zunehmen!

Zum Schluss: Mit diesem Vorurteil gegenüber Arbeitnehmerüberlassung möchte Susan gerne aufräumen.

Ich finde es schade, dass die Arbeitnehmerüberlassung in der Bevölkerung immer noch bemitleidet wird. Ganz unter dem Motto „hast du das denn nötig?“. Arbeitnehmerüberlassung wird oft immer noch mit schlechten Bedingungen und mieser Bezahlung in Verbindung gebracht. Ich erzähle es immer wieder gerne jedem, dass dies nicht so ist.

 

Wir von provenservice danken Ihnen, Susan, für Ihre offenen und ehrlichen Worte und wüschen Ihnen weiterhin viele spannende und interessante Einsätze in der Arbeitnehmerüberlassung!

 

 

Wenn Sie auf der Suche nach einem Personaldienstleister für Arbeitnehmerüberlassung sind, finden Sie bei uns bestimmt den richtigen Arbeitgeber. Jetzt finden.

 

provenservice, 11.10.2019

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Jetzt für unseren provenservice Newsletter anmelden!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Hat die Leiharbeit in der Pflege Zukunft?

Hat Leiharbeit in der Pflege Zukunft?

Hat Leiharbeit in der Pflege Zukunft?

Diese Frage stellen sich viele, die mit der Leiharbeit in der Pflege zu tun haben. Grund dafür sind die jüngsten Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Unter dem Vorsatz "Leiharbeit in der Pflege soll die Ausnahme sein und nicht die Regel werden" soll ein Gesetzesänderungsantrag dafür sorgen, dass die Refinanzierung der höheren Kosten für Leiharbeiter in der Pflege nicht durch die Krankenkassen erfolgt. Doch das Argument der höheren Kosten für die Leiharbeit in der Pflege wird kontrovers diskutiert. Betrachtet man die Flexibilität und die ständige Bereitschaft, andere Teams bei Belastungsspitzen zu unterstützen, so sind die höheren Löhne von den Leiharbeitern in der Pflege durchaus als Bonus für Flexibilität gerechtfertigt. Schließlich verdienen Mitarbeiter, die in hauseigenen Pool-Lösungen als "Springer" arbeiten, in der Regel ebenfalls mehr als ihre Kollegen.

Nimmt die Leiharbeit in der Pflege die Überhand?

Dass viele Pflegefachkräfte in ihren aktuellen Anstellungen unzufrieden sind, ist bundesweit kein Geheimnis. Grund sind vor allem die nicht angemessenen Arbeitsbedingungen in der Pflege. Ursache dafür ist aber nicht die Leiharbeit in medizinischen Einrichtungen. Viel mehr sind Verfehlungen in der Personalstrategie und Personalentwicklung Auslöser dafür. Das Pflegefachpersonal, welches in die Leiharbeit gewechselt ist, hat lediglich einen Ausweg gesucht, den Beruf mit angemessenen Konditionen auszuüben. Laut Bundesagentur für Arbeit arbeiten in Deutschland rund 34.000 Pflegekräfte in der Leiharbeit. Das sind ca. 2% aller Pflegekräfte in Deutschland. Von einem Überhang an Leiharbeitern in der Pflege kann somit nicht gesprochen werden.

Sind Sie auf der Suche nach einem Personaldienstleister für Leiharbeit in der Pflege? Hier finden Sie den passenden Partner für Leiharbeit.

30.09.2019, Quelle: kma-online

Anzeige

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Jetzt für unseren provenservice Newsletter anmelden!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Mit über 25 Jahren Berufserfahrung in die Leiharbeit

Mit über 25 Jahren Berufserfahrung in die Leiharbeit

Mit über 25 Jahren Berufserfahrung in die Leiharbeit

Interview mit Maike H., Fachkrankenschwester in Leiharbeit

Interview zur Leiharbeit im medizinischen Bereich mit Maike

Maike H., 47 Jahre


Vor knapp 30 Jahren ist Maike mit Ihrer Ausbildung zur Krankenschwester in Ihrem Wunschberuf gestartet. Heute kann sie auf jahrelange
Berufserfahrungen in verschiedenen Einrichtungen und Arbeitsbereichen zurückblicken und stolz auf ihre Fachweiterbildung sein. Die Erfahrungen von anderen KollegInnen hat Maike überzeugt, zu ihrer jetzigen Leiharbeitsfirma zu wechseln. Mit welcher Motivation Maike dieses Jahr in der Leiharbeit gestartet ist, hat sie uns in unserem Interview erzählt.

 

Hallo Maike, schön, dass Sie Ihre Erfahrungen mit uns und allen unseren Lesern teilen. Direkt am Anfang: Dürfen wir erfahren, wie Ihre Berufslaufbahn vor der Leiharbeit verlief?

Sehr gerne! 1990 begann ich meine Ausbildung zur Krankenschwester in Düsseldorf. Dieser Beruf war von klein auf mein Wunschberuf und ich arbeitete nach dieser Zeit in Damp und in Flensburg auf Stationen mit den Fachabteilungen der Orthopädie, Neurochirurgie und der Gefäßchirurgie.
Nach der Geburt meiner Tochter ging ich für anderthalb Jahre in die ambulante Pflege. Wir sind nach Oldenburg umgezogen und dort wechselte ich wieder zurück in ein Krankenhaus und begann mit Wechselschichten in der Notaufnahme. Um den Bedürfnissen meiner Tochter und den zeitlichen Vorgaben der Krippe nachzukommen, habe ich danach auf der Augenstation gearbeitet und anschließend in den OP gewechselt. Das war 2003. Als die Arbeitsbedingungen mit einem schulpflichtigen, jüngeren Kind immer schwieriger wurden, änderte ich erneut meine Arbeitsstelle und ging in den OP des benachbarten Krankenhauses.

Ich erfuhr, wie unglaublich wichtig und wirkungsvoll gewerkschaftliches Engagement ist und wurde Mitglied bei verdi. Ziemlich schnell wurde ich dort auf verschiedenen Ebenen und in Gremien aktiv.

Parallel dazu schloss ich 2013 meine Fachweiterbildung zur Fachschwester für den OP/Endoskopie ab.


Das ist wirklich ein beeindruckender Berufsweg. Wie sind Sie dann auf die medizinische Leiharbeit gekommen?

Auf die Idee in die Leiharbeit zu wechseln, brachten mich andere Kolleginnen aus meinem Team, die vor mir zu der Leiharbeitsfirma gingen, von der überwiegend die externen Mitarbeiter kamen, um uns in den Zeiten des Pflegenotstandes zu unterstützen.


Sie waren also nicht die einzige aus Ihrem Team, die zu einer Leiharbeitsfirma gewechselt ist. Was war für Sie der Grund für den Wechsel in die Leiharbeit?

Zu dem Zeitpunkt war ich mehr als frustriert, da die wirtschaftlichen Vorgaben die Kollegen und Kolleginnen im gesamten Haus, sowie auch uns im OP, dazu zwangen, gegen hygienische und andere Standards zu verstoßen, um die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. In 2017 begann ich mit einem Studium mit dem Schwerpunkt des betrieblichen Gesundheitsmanagement, weil ich mir nicht vorstellen wollte, unter diesen Arbeitsbedingungen noch 20 Jahre bis zum regulären Renteneintrittsalter arbeiten zu müssen. Ich rede hier von überplanten OPs, elektive Eingriffe im Bereitschaftsdienst, laufende Säle trotz Personalmangel.

Zwischenzeitlich war ich in die Mitarbeitervertretung unseres Hauses gewählt worden und bekam dort haarsträubende Gefährdungsanzeigen von Kollegen und Kolleginnen zu lesen, die manchmal das Gesundheitsamt und den Zoll zum Handeln gezwungen hätten.

Dann kamen noch diese abstruse Pflegekammer und der Gesundheitsminister mit seinen gefährlichen Spar-Ideen an den Start und ich wollte nicht mehr Täterin in diesem kaputten System sein.

Anzeige

So wie ich das raus höre, war die Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation im Gesundheitssystem einer der Hauptgründe für den Wechsel in die Leiharbeit. Wie sind Sie zu Ihrer jetzigen Leiharbeitsfirma im Pflegebereich gekommen?

Meinen jetzigen Arbeitgeber habe ich mir aufgrund der Erfahrungen unserer „Gast“ KollegInnen ausgesucht, die sehr zufrieden mit ihm sind. Zudem wechselten vor mir drei KollegInnen aus meinem Team zu Avanti und berichteten mir nur Positives.


Hatten Sie bestimmte Erwartungen als Sie in die Leiharbeit gewechselt sind?

Ich hatte keine großen Erwartungen an die Leiharbeit. Ich wollte nur aus dem alten, krankmachenden System raus. Zudem wäre ich durch die bessere Bezahlung in der Leiharbeit in der Lage, das Studium meiner Tochter - im Ausland fallen höhere Kosten an - und mein Eigenes an einer privaten Fachhochschule zu finanzieren.


Welche Erfahrungen haben Sie bisher als Leiharbeiterin gemacht?

Ich arbeite erst seit dem 2. September diesen Jahres in der Leiharbeit und bin sehr viel entspannter als bei meinem letzten Arbeitgeber, bei dem ich über zwölf Jahre beschäftigt war.

Es entlastet mich ungemein „nur noch“ als wertvolle Kraft im OP gesehen zu werden, die zwar voll mitarbeitet, aber nicht wirklich Mitglied des Teams und somit außen vor ist, bei innerbetrieblichen „Querelen“ und Personalnotstand. Ich kann mich besser auf meine Arbeit konzentrieren.

Und insbesondere, wenn ich die nächtliche Arbeitsbelastung der Bereitschaftsdienste sehe, bin ich wirklich froh, diesen Schritt gegangen zu sein.

Ich bin diesen Monat in einem Gefäß- und Thoraxchirurgischen OP eingesetzt und es befriedigt mich ungemein, dass ich mein erlerntes Wissen von vor über zwölf Jahren noch relativ einfach wieder abrufen kann und dort eine wertvolle und auch geschätzte Mitarbeiterin bin - sowohl bei den pflegerischen als auch bei den ärztlichen Kollegen. Und das tut unendlich gut!

Wenn ich den OP spätestens um 15.50 Uhr verlasse - mit einer Überstunde im Gepäck - und nach einer halben Stunde Fahrzeit zuhause ankomme, habe ich noch Energie, Dinge in meiner Freizeit zu unternehmen. Etwas, das mir in meinen Arbeitsturns fremd wahr.

Ich bin wieder viel entspannter, was auch meinen Mann ungemein freut. Wir können unsere Wochenenden unabhängig von irgendwelchen Bereitschaftsdiensten planen, genauso, wie unseren Urlaub, den ich sehr spontan legen kann. Das sind sehr wertvolle Vorteile in der ZA.

Am wertvollsten für mich aber ist der Umstand, dass mich das Gesundheitssystem nicht mehr ausbeutet, sondern ich von den eigentlich nur angemessenen Zahlungen profitiere.


Das freut uns, dass Sie die Leiharbeit als positives Arbeitsmodell erfahren haben! Würden Sie anderen Kolleginnen und Kollegen den Wechsel in die Leiharbeit ebenfalls empfehlen?

Ich würde definitiv jedem die Leiharbeit empfehlen, der, beziehungsweise die, nicht teamabhängig ist. Ich kenne genug KollegInnen, die sich vor dem Wechsel in die Leiharbeit und dem Umstand, sich immer wieder auf neue Teams einstellen zu müssen, fürchten.

Ebenfalls ist es ist eine Möglichkeit eine angemessene Bezahlung samt Arbeitsbedingungen zu erlangen.


Auch im medizinischen Bereich herrscht ein immer weiter zunehmender Fachkräftemangel. Wie schätzen Sie den aktuellen/zukünftigen Arbeitsmarkt ein?

Die Prognosen sehen einen fortwährenden Fachkräftemangel insbesondre bei den Pflegekräften auf den Stationen und in der ambulanten Pflege voraus.

In den Funktionsbereichen sorgen die Einrichtungen mit der Ausbildung der sogenannten „technischen Hilfskräfte“, von denen allerdings auch Etliche die Wartesemester mit dieser Ausbildung überbrücken, vor.

Ich habe daher keine Idee, wie lange ich noch in der Leiharbeit benötigt werde. Zurzeit und auch die nächsten zwei bis drei Jahre mache ich mir keine Sorgen, so lange ich bereit bin, ab einem gewissen Zeitpunkt auch überregional zu arbeiten.


Und zum Schluss: Mit welchem Vorurteil gegen Leiharbeiter im medizinischen Bereich möchten Sie gerne aufräumen?

Manche Kollegen unterliegen dem Irrtum, dass die Kosten der Leiharbeiter dem Topf der Personalkosten entnommen werden und damit festen Einstellungen entgegenstehen. Dem ist nicht so. Unsere Kosten sind Sachkosten, die beim Finanzamt eingereicht werden können und zum Teil erstattet werden.

Wir machen also das möglich, was landauf-landab die Kollegen fordern: Wir haben eine gesellschaftliche Aufgabe, also soll auch die Gesellschaft für uns zahlen 🙂

 

Ganz lieben Dank Maike, für deine sehr nahen Einblicke in dein Berufsleben! Wir von provenservice wünschen dir weiterhin einen guten Start in der Leiharbeit und auch alles Gute für dein Studium!

 

Möchten Sie auch in die Leiharbeit wechseln? Informieren Sie sich auf provenservice zu Personaldienstleistern die zu Ihren Vorstellungen passen! Hier informieren.

 

provenservice, 28.09.2019

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Jetzt für unseren provenservice Newsletter anmelden!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Durch medizinische Zeitarbeit andere Bereiche kennenlernen

"Durch medizinische Zeitarbeit andere Bereiche kennenlernen"

Interview mit Jacky F., Gesundheits- und Krankenpflegerin in Zeitarbeit

Interview mit Jacky F. zur medizinischen Zeitarbeit

Jacky F., 29 Jahre

Jacky arbeitet seit mehreren Jahren in der medizinischen Zeitarbeit - sie hat sich ganz bewusst für diesen Karriereweg entschieden. Schon während ihrer Berufsausbildung konnte sie viel Erfahrung im Pflegeberuf sammeln. Nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin standen ihr die Türen in der pflegerischen Berufswelt offen. „Angebote gab es viele“, erinnert sich Jacky. Sie wollte sich aber noch nicht in eine Richtung festlegen. Stattdessen war sie fest dazu entschlossen mehr in ihrem Beruf zu erleben und in verschiede Bereiche hinein zu schnuppern. In einer Einrichtung allein ist das kaum möglich, da man als Festangestellte relativ schnell in definierten Strukturen und Prozessen feststeckt. Tagtäglich werden dann Routineaufgaben erledigt. Als ambitionierte Pflegefachkraft war es für Jacky somit schnell klar: Durch die medizinische Zeitarbeit hat sie die Möglichkeit neue und echte Berufserfahrung zu sammeln.

Als Jacky 2014 die Entscheidung getroffen hat, in der medizinischen Zeitarbeit loszulegen, hat sie sich vorher gut informiert. Eine Plattform wie provenservice, auf der Erfahrungen zu Zeitarbeitsfirmen ausgetauscht werden, gab es zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht – das hätte ihr bei ihrer Recherche durchaus geholfen. Sie hat es trotzdem gut getroffen und arbeitet nun schon seit fünf Jahren zufrieden bei Kangaroo, einem Personaldienstleister aus Nordrhein-Westfalen mit mehreren Standorten. Als selbstbewusste Pflegefachkraft hatte Jacky klare Vorstellungen, bevor sie bei ihrer Zeitarbeitsfirma einen festen Arbeitsvertrag unterschrieben hat. „Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen“, so Jacky. Sie hat die Möglichkeit aktiv mitzubestimmen, wie und wo sie arbeitet. Auch das Gehalt als Pflegefachkraft in der Zeitarbeit liegt über dem, was ihr damals von anderen Einrichtungen angeboten wurde. Weitere Benefits wie einen Firmenwagen, Arbeitskleidung sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld haben sie zudem überzeugt. Bei der Frage nach dem Urlaub ist sie ganz offen: „So etwas wie Urlaubssperren kenne ich nicht.“ So kann sie zum Beispiel jedes Jahr an Weihnachten bei ihrer Familie sein, was ihr sehr wichtig ist. Apropos Familie: Jacky ist jetzt seit einiger Zeit nach ihrer Elternzeit wieder im Job. Als Zeitarbeiterin war es für sie absolut kein Problem gemeinsam mit ihrer Zeitarbeitsfirma ein passendes individuelles Arbeitszeitmodell zu gestalten.

Anzeige

Auch, wenn sich Jacky bei ihren verschiedenen Einsätzen immer wieder in neue Teams einfinden muss, so hat sie bei Kangaroo ihren Platz gefunden. „Hier kennt man sich gegenseitig und ist nicht nur eine Nummer“, berichtet sie.

Eines ist Jacky noch besonders wichtig: „Ich möchte gerne mit dem Vorurteil gegenüber medizinischen Zeitarbeitern aufräumen, dass sie dumme Menschen sind, die woanders keine Stelle bekommen würden. Wir sind aus eigenem Antrieb dort und fühlen uns sehr wohl.“ Und die Tatsache, dass Jacky bisher viele Abwerbungsversuche gehabt hat, spricht zudem für ihre gute Arbeit. „Aber warum woanders hin, wenn es gut ist, wie es ist?“

Wir von provenservice freuen uns für Jacky, dass sie durch die medizinische Zeitarbeit bereits viel wichtige Berufserfahrung gewonnen hat und noch viel wichtiger - dass sie Spaß bei der Arbeit hat und zufrieden im Pflegeberuf ist! Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview mit dir, Jacky!

 

provenservice, 21.09.2019

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Jetzt für unseren provenservice Newsletter anmelden!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Hilfreiche Bewertungen für Ärzte, Pflegefachkräfte und Personaler verfassen

Hilfreiche Bewertungen für Ärzte, Pflegefachkräfte und Personaler verfassen

Indem Sie Personaldienstleister auf provenservice bewerten, sorgen Sie für mehr Transparenz bei der Vermittlung von Ärzten, bzw. Pflegefachkräften oder anderen medizinischen Fachkräften. Damit unterstützen Sie andere Kolleginnen und Kollegen, die nach einem passenden Personaldienstleister suchen. Da sich alle Parteien in der Regel eine langfristige Zusammenarbeit wünschen, können Bewertungen von erfahrenen Mitarbeitern oder freiberuflichen Vertretern für die Auswahl eines Personaldienstleisters für Ärztliche Zeitarbeit bzw. Arbeitnehmerüberlassung für Pflegefachkräfte extrem hilfreich sein. Wir haben einige Tipps für Sie, wie Ihre Bewertung anderen Ärzten, Pflegefachkräften oder Personalverantwortlichen den höchstmöglichen Mehrwert bietet:

 

  • Formulieren Sie Ihre Erfahrung oder Meinung subjektiv: „Ich finde, die Personaldisponentin hat sich nicht viel Mühe bei der Suche nach einem passenden Einsatz gegeben.“
  • Vergeben Sie Ihre Sterne differenziert: Jede Bewertungskategorie sollte nach der tatsächlich gemachten Erfahrung bewertet werden (nicht nur 5 Sterne oder nur 1 Stern).
  • Verzichten Sie auf Beleidigungen: Bewertungen und Erfahrungsberichte die Beleidigungen enthalten werden nicht von uns veröffentlicht und Ihre Bewertung kann so keinem helfen.

Natürlich sollte Ihre Bewertung auch immer verständlich, wahrheitsgemäß und fair sein! In unserem Bewertungskodex erfahren Sie mehr über unsere Bewertungsgrundlagen.

Anzeige

Beim Verfassen Ihrer Bewertung haben Sie auf provenservice ansonsten textlichen Freiraum. Auf den Umfang und der Detailliertheit Ihrer Bewertung kommt es jedoch an. Je mehr inhaltliche Punkte Sie aufgreifen, umso hilfreicher ist Ihre Erfahrung für andere. So können sich andere Interessierte ganz gezielt Informationen von Insidern wie Ihnen einholen und für die Auswahl eines Personaldienstleisters heranziehen. Wir haben einige Fragen zusammengetragen, die Sie z.B. bei einer Bewertung eines Personaldienstleisters beantworten können:

  • Können Sie zwischen vielen verschiedenen Einsätzen wählen?
  • Haben Sie eine kompetente Beratung von Ihrem Personaldisponenten erhalten?
  • Wird sich schnell um Probleme oder andere Anliegen gekümmert?
  • Ist Ihr Ansprechpartner zeitlich gut erreichbar?
  • Wie ist der Verdienst?
  • Gibt es Bonuszahlungen?
  • Sind Arbeitszeitmodelle frei wählbar?
  • Werden Fortbildungen angeboten?
  • Haben Sie einen Dienstwagen oder Diensthandy bekommen?
  • Wird der Austausch zwischen anderen Zeitarbeitern gefördert?
  • Hat der Personaldienstleister bei dem Stammpersonal ein gutes Image?

Diese Fragestellungen sollen Ihnen eine kleine Hilfestellung bei dem Schreiben einer Bewertung geben. Natürlich freuen wir uns über noch weitere Inspiration! Wussten Sie, dass sich auch andere an bereits verfassten Bewertungen orientieren? Probieren Sie es gleich aus und helfen Sie mit Ihren Erfahrungen anderen, die sich noch unsicher bei einem Personaldienstleister sind. Auf Ihre Erfahrungen zu Arbeitnehmerüberlassung für Ärzte, bzw. Pflegefachkräfte kommt es an!

Jetzt Personaldienstleister finden und Bewertung verfassen

 

provenservice, 02.09.2019

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Jetzt für unseren provenservice Newsletter anmelden!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Neue Personaldienstleister für Pflegevermittlung

Neue Personaldienstleister für Pflegevermittlung

Unsere Plattform wächst stetig weiter. Nach zahlreichen Anfragen haben wir wieder neue Personaldienstleister für Pflegevermittlung aufgenommen. Die Personaldienstleister bieten vor allem im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung neue Möglichkeiten für viele Pflegekräfte. Die Branche ist sich einig, es sind neue Arbeitsmodelle notwendig. Der Wunsch nach neuen Perspektiven, Flexibilität, Mitsprache bei Dienstplänen, abwechslungsreiche Einsätze und ein höheres Einkommen in der Pflege wird hier nachgekommen.

Wir bitten alle Pflegekräfte, die schon Erfahrung mit einer Zeitarbeitsfirma gesammelt haben, um eine Bewertung zum Einsatz. So können sich andere Pflegekräfte daran orientieren und den für sich passenden Personaldienstleister für Arbeitnehmerüberlassung oder freiberufliche Einsätze auswählen. #trust #weiterempfehlung #wirsinddiepflege

Ab sofort können auch diese Personaldienstleister auf provenservice weiterempfohlen werden:

-

- Felten Personalservice
- Rokman Personaldienstleistungen
- Pflegekräftebörse
- Pensum MED
- promedi Personalmanagement
- Pacura med
- FALK Personal
- flexxicare
- Free-Care
- Your Nurse
- Personal 1
- avanti

Wenn dein Personaldienstleister noch nicht dabei ist, melde ihn einfach kostenfrei hier an:
www.provenservice.de/neuen-dienstleister-eintragen/

Anzeige

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Jetzt für unseren provenservice Newsletter anmelden!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Drei Gründe für ärztliche Zeitarbeit

Drei Gründe für Ärztliche Zeitarbeit

Drei Gründe für Ärztliche Zeitarbeit

Nach dem Urteil vom BSG gegen Honorarärzte hat sich bei Vertretungsärzten einiges getan. Während die einen wieder ein Beschäftigungsverhältnis im Krankenhaus begonnen haben, wurden die anderen Ärzte durch die Vorzüge von dem Modell der Arbeitnehmerüberlassung überzeugt. Dieses flexible Arbeitsmodell hat im Vergleich zu freiberuflichen Arbeitsmodellen oder der Anstellung in einer Einrichtung viele Vorteile. Die drei überzeugendsten Vorteile von ärztlicher Zeitarbeit haben wir zusammengefasst:

 

1. Ärzte in Zeitarbeit haben Mitspracherecht und genießen Flexibilität

Bei Ärzten, die in Arbeitnehmerüberlassung arbeiten, breitet sich Zufriedenheit aus. Während sich festangestellte Ärzte oft über unflexible Dienstpläne, unbezahlte Überstunden, unangemessenes Gehalt und Urlaubssperren ärgern müssen, sind ärztliche Zeitarbeiter zufriedener. Sie treffen im Modell der Arbeitnehmerüberlassung selbst Entscheidungen über das Arbeitsvolumen und ihr Gehalt, bei gleichzeitiger Sicherheit. Wenn sie sich für eine Festanstellung bei einem Personaldienstleister mit tiefem Netzwerk entscheiden, haben sie die Wahl zwischen vielen Stellenangeboten für ärztliche ANÜ. Daher können Ärzte in Arbeitnehmerüberlassung selbst entscheiden, welches Arbeitszeitmodell und Einsatzgebiete für sie in Frage kommt.

 

2. Weniger Bürokratie für Ärzte in Arbeitnehmerüberlassung

Die bekannte lästige Büroarbeit aus der Honorartätigkeit, wie Rechnungen schreiben, ist Vergangenheit. Ein serviceorientierter Personaldienstleister bietet eine Allround-Dienstleistung und kümmert sich um alle administrativen Tätigkeiten.

Angefangen von der Organisation des Einsatzes mit allen Details bis zur Eingliederung in die Organisation. So kann sich der Arzt als Zeitarbeiter voll und ganz auf seine Kerntätigkeit konzentrieren. Der Unsicherheit bei vielen speziellen Fragestellungen wird in der Regel ebenfalls von der Vermittlungsagentur begegnet.

  • Muss ich als Arzt in Arbeitnehmerüberlassung Lohnsteuer abführen?
  • Ist die Vertretung als Zeitarbeiter sozialversicherungspflichtig?
  • Wer zahlt die Rentenbeiträge in die Deutsche Rentenversicherung (DRV)?
  • Wie lang sind die Kündigungsfristen?

Auch die Festlegung der Dienstpläne und die Abrechnung der geleisteten Arbeitszeiten wird vom Zeitarbeitsunternehmen übernommen und begleitet. Zu guter Letzt haben Ärzte bei guten Vermittlungsagenturen einen kompetenten Ansprechpartner, der stets beratend zur Verfügung steht.

Anzeige

3. Sicherheit und Gehalt in der Arbeitnehmerüberlassung

Bei der Entscheidung, eine Festanstellung im Krankenhaus aufzugeben und als Arzt in Zeitarbeit zu fungieren, sind diese beiden Aspekte von besonderer Bedeutung. Bei der Auswahl eines Personaldienstleisters für Arbeitnehmerüberlassung sollten Ärzte ein besonderes Augenmerk darauflegen.

  • Ist der Arbeitsvertrag unbefristet?
  • Ist in dem Arbeitsvertrag ein garantiertes Gehalt auch bei Nichteinsatz vereinbart?
  • Liegt das Gehalt über dem TVöD?
  • Sind Zeitzuschläge geregelt?
  • Ist bezahlter Urlaub vereinbart?

Gute Personaldienstleister im Gesundheitswesen bieten genau das: Übertarifliche Bezahlung für Ärzte in Arbeitnehmerüberlassung und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei gleichzeitiger Flexibilität.

 

Mit der Auswahl eines Personaldienstleisters für Arbeitnehmerüberlassung legen sich Ärzte meist langfristig fest. Deshalb ist es besonders wichtig vorher Erfahrungswerte von anderen Kollegen einzuholen. Auf unserer Plattform provenservice finden Ärzte bereits eine große Anzahl von gelisteten Zeitarbeitsunternehmen, die nach verschiedenen Kriterien verglichen werden können. Erfahrungsberichte sind natürlich besonders erwünscht. Ärzte, die schon Erfahrungen mit dem Modell der Arbeitnehmerüberlassung gesammelt haben, können auf unserem neutralen Vergleichsportal provenservice Kollegen helfen, den richtigen Personaldienstleister zu finden.

 

>>Jetzt Erfahrung teilen

 

provenservice, 29.07.2019

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Jetzt für unseren provenservice Newsletter anmelden!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

BSG-Urteil: Honorarpflegekräfte sind nicht selbständig

BSG-Urteil Honorarpflegekräfte sind nicht selbständig

Nach dem Urteil gegen Honorarärzte hat das Bundessozialgericht (BSG) am 07.06.2019 auch gegen freiberufliche Pflegekräfte entschieden (Az.: B 12 R 6/18 R als Leitfall). Pflegekräfte, die eine Honorartätigkeit nachgehen, unterliegen in der Regel als abhängig Beschäftigte der Sozialversicherungspflicht.

Altenheime, Pflegeheime, Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen haben in der Vergangenheit oft Honorarpflegekräfte angeheuert. Meist aus der Not heraus, denn bedingt durch den Fachkräftemangel konnte der Personalschlüssel ohne Honorarkräfte kaum aufrechterhalten werden. Besonders für

  • Wochenenddienste
  • Bereitschaftsdienste
  • Urlaubsvertretung und
  • Krankheitsvertretungen

sind die externen Pfleger unverzichtbar gewesen. Vermittelt wurden die Honorarpfleger meist durch spezialisierte Personaldienstleister, bzw. Vermittlungsagenturen (auch Honorarpflegeagenturen genannt). Den Pflegekräften hat die selbständige Tätigkeit dabei eine lukrative Möglichkeit geboten: Nicht selten haben sie rund den doppelten oder sogar dreifachen Stundensatz einer fest angestellten Fachkraft verdient. Sozialversicherungen wie die Renten- oder Arbeitslosenversicherung haben sie dabei in der Regel nicht abgeführt. Auch die Einrichtungen konnten einer Abführung der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung so umgehen. Dies wird nun jedoch vom BSG schwer kritisiert. Der Mangel an Fachkräften sei keine Erlaubnis für die Umgehung der Beitragspflicht.

Anzeige

Das Modell der Honorarpflege steht auf der Kippe

Stationäre Pflegeeinrichtungen sind nun gezwungen Alternativen zu Honorarpflegekräften zu finden. Die Versorgungsgewährleistung ihrer Bewohner und Patienten steht schließlich an erster Stelle. Insbesondere das Modell der Arbeitnehmerüberlassung wird durch die geänderte Rechtslage immer interessanter. Pflegekräfte werden hierbei direkt bei einem spezialisierten Personaldienstleister angestellt und den Pflegeheimen sowie medizinischen Einrichtungen als Zeitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum überlassen. Die Beiträge zur Sozialversicherung führt die Vermittlungsagentur als Arbeitgeber ab. Am Ende lohnt sich diese Beschäftigung in finanzieller Hinsicht meist nur für die Pflegekraft. Auf die Pflegeeinrichtungen als Auftraggeber kommen deutlich höhere Kosten zu als bei der Honorarvertretung. Und auch die Personalvermittler setzen sich durch die vielen neuen Anstellungsverträgen einem höheren unternehmerischen Risiko aus. Zumindest dürfte der Personalnot kurz- bzw. mittelfristig geholfen sein.

Die Arbeitnehmerüberlassung unterliegt strengen gesetzlichen Anforderung. Nicht jede Vermittlungsagentur, die vorher Honorarkräfte vermittelt hat, ist in der Lage auch medizinische Zeitarbeiter zu entsenden. Provenservice bietet hierbei Unterstützung: Mit Hilfe der Vergleichsplattform kann ganz gezielt nach Personaldienstleistern gesucht werden, die sich auf das Vermittlungsmodell der medizinischen Arbeitnehmerüberlassung spezialisiert haben.

 

Quelle: Ärzteblatt, Tagesschau

provenservice, 07.06.2019

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Jetzt für unseren provenservice Newsletter anmelden!

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.